Logo Stiftung für Hochschulzulassung Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo studienwahl.de
Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Junge Krankenpflegerin bereitet eine Patientin für eine Infusion vor.
Durch neue Diagnose- und Behandlungsmethoden wird die Pflege von Menschen immer komplexer. Der Trend geht deshalb zur Akademisierung der Ausbildung in diesem Bereich. Foto: Julien Fertl

Akademisierung Studiengänge in Pflege und Therapie

Drucken Versenden

Eine Kombination aus Ausbildung und Studium – für diesen Karriereweg hat sich Tobias Klingenberg entschieden. Der 23-Jährige begann im Oktober 2012 seine dreijährige Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger. Kurz darauf belegte er zusätzlich die duale Variante des Bachelorstudiengangs Pflege an der Fachhochschule Münster. „Ich fand die Idee spannend, als akademische Pflegekraft zu arbeiten“, schildert Tobias Klingenberg.

Die ersten fünf Semester verliefen ausbildungsbegleitend als Fernstudium. An der Fachhochschule Münster hielten sich die Studierenden nur während einer jeweils sechstätigen Präsenzphase pro Semester auf. „Während der ersten vier Semester wurden wir von Lerncoaches begleitet, die uns in regelmäßigen Treffen zu den Studieninhalten beraten haben“, erinnert sich Tobias Klingenberg. „Über eine Online-Plattform konnten wir uns auch mit Kommilitonen austauschen.“ Inhaltlich wurden in der Zeit grundlegende Themen wie etwa Gesundheitsförderung, Ethik und Pflegetheorien durchgenommen. Außerdem eigneten sich die Studierenden Basiswissen in Psychologie und Statistik an.

Foto von Tobias Klingenberg.

Tobias Klingenberg

Foto: Privat

„Nachdem ich meine Ausbildung Ende 2015 abgeschlossen hatte, folgten drei weitere Semester an der FH, in denen ich in Teilzeit mein Wissen erweitern und schließlich meine Bachelorarbeit schreiben konnte“, schildert Tobias Klingenberg. Währenddessen arbeitete er weiter als Gesundheits- und Krankenpfleger in einem Krankenhaus in Münster. „Anfangs gab das Studium keine bestimmte Richtung für einen späteren Arbeitsbereich vor. Im Verlauf konnten wir in Wahlvertiefungen Schwerpunkte setzen, dadurch kristallisierten sich mögliche Tätigkeitsbereiche heraus. Die Technik in der Anästhesie – etwa Funktion und Einsatz des Narkosegeräts - finde ich sehr spannend.“

Vor wenigen Wochen hat Tobias Klingenberg seine Bachelorarbeit abgegeben. Inzwischen hat ihm sein Arbeitgeber eine feste Stelle angeboten: „Zum größten Teil arbeite ich weiter in der Anästhesie. Ich erhalte aber einen Stellenanteil, in dessen Rahmen ich bei der Umstellung des Krankenhausinformationssystems mitwirken werde.“ Mit diesem System könnten zum Beispiel die Anforderungen der einzelnen Kliniken besser ausgewertet werden, um Arbeitsabläufe zu beschleunigen und Kosten zu sparen. „Von so einem Job habe ich geträumt“, schwärmt der 23-Jährige.

Zunehmende Akademisierung

Wie Tobias Klingenberg arbeiten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes aktuell fast 2,4 Millionen Menschen in Deutschland in einem medizinischen Pflegeberuf. Das Bundesministerium für Gesundheit rechnet damit, dass es hierzulande im Jahr 2060 insgesamt 4,7 Millionen Pflegebedürftige geben wird.

„Die zukünftigen Aussichten für Berufe im Bereich Pflege und Therapie sind also hervorragend“, weiß Beate Scherupp-Hilsberg, Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit in Augsburg. „Schon heute gibt es Engpässe in diesen Bereichen.“ Da die Pflegeaufgaben komplexer werden und sich neue technische Möglichkeiten zur Diagnose und Therapie entwickeln, gehe der Trend zum Studium, sagt die Berufsberaterin (siehe hierzu auch das Interview). Seit Jahren steigt auch die Zahl der Studiengänge im Bereich Pflege und Therapie an. Der finder auf studienwahl.de listet insgesamt 215 Studiengänge unter dem Suchwort „Pflege“ und 134 unter „Therapie“ (Stand: März 2017).

Foto von Prof. Dr. Thomas Evers.

Prof. Dr. Thomas Evers

Foto: Privat

Prof. Dr. Thomas Evers, Professor für den Studienbereich Pflege an der Hochschule für Gesundheit in Bochum, kennt die Gründe: „Die Akademisierung ist ein notwendiger Schritt, um mit der zunehmenden Komplexität in der pflegerischen und therapeutischen Versorgung mithalten zu können.“ Um eine umfassende Versorgung zu ermöglichen, sei es außerdem wichtig, interdisziplinär zu denken und zu agieren. „So ist es zum Beispiel aus Sicht eines Schlaganfallpatienten sicherlich gewinnbringend, wenn Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden eng zusammenarbeiten.“

Verschiedene Studienmöglichkeiten

Wer sich für ein Studium im Bereich der Pflege oder Therapie entscheidet, hat mehrere Möglichkeiten:

  • „Beliebt sind etwa duale ausbildungsintegrierte Studiengänge, bei denen Ausbildung und Studium miteinander verbunden werden“, erklärt Beate Scherupp-Hilsberg. In der Regel werden hierbei das Abitur oder die Fachhochschulreife vorausgesetzt. Teils ist vorab zudem ein Ausbildungsvertrag abzuschließen. Physiotherapie, Logopädie, Pflege und Hebammenkunde, aber auch Therapie-Management gehören zu den vielen Fächern, die mittlerweile dual studiert werden können.
  • Einen zweiten, ebenso ausbildungsintegrierenden Weg stellen primärqualifizierende (Modell-)Studiengänge dar: „Diese Möglichkeit bieten wir an der Hochschule für Gesundheit an. Das heißt, die Vorlesungen, Seminare und Übungen finden ausschließlich bei uns statt. Auch der praktische Anteil erfolgt in Teilen an der Hochschule, aber vor allem bei unseren Kooperationspartnern, also in Kliniken oder Praxen“, erläutert Prof. Dr. Thomas Evers.
  • Eine weitere Option sind Aufbaustudiengänge, die mittlerweile für die meisten Gesundheitsberufe angeboten werden. „Hierbei wird zuerst eine berufliche Ausbildung und anschließend ein wissenschaftlicher Hochschulabschluss erworben“, erklärt der Pflege-Professor. „Zum Beispiel können ausgebildete Pflegekräfte einen Bachelorstudiengang belegen, um auf ihre in der Praxis erworbenen Kompetenzen aufzubauen und ihr Wissen um aktuelle pflegewissenschaftliche Kenntnisse zu erweitern.“

Wer einen Studiengang im Bereich Pflege oder Therapie absolvieren möchte, muss neben einer Hochschulzugangsberechtigung auch eine gesundheitliche und persönliche Eignung für den jeweiligen Bereich mitbringen, bestätigt Prof. Dr. Thomas Evers. „Es ist vorteilhaft, wenn man eine gewisse Erfahrung auf dem Gebiet hat – und man muss als Pflegekraft gerne mit Menschen zusammenarbeiten und darf keine Berührungsängste haben.“ Ebenso wichtig seien aber auch eine hohe Belastbarkeit und Einfühlungsvermögen, ergänzt Beate Scherupp-Hilsberg.

Interview

Akademisierung als Chance

Im Interview mit studienwahl.de erklärt Franz Wagner, Vizepräsident des Deutschen Pflegerates, warum es immer mehr Studiengänge in den Bereichen Pflege und Therapie gibt und welche Auswirkung diese Entwicklung hat.

studienwahl.de: Herr Wagner, eine Ausbildung ist nicht mehr der einzige Weg in die Bereiche Pflege und Therapie. Inzwischen gibt es auch eine Vielzahl an Studiengängen. Warum ist das so?

Blick auf eine geöffnete Krankenakte, auf der eine Pillendose und ein Kugelschreiben liegen.

Foto: Julien Fertl

Franz Wagner: Dass diese Berufsbereiche auch eine akademische Aus- beziehungsweise Weiterbildung erfordern, ist im internationalen Vergleich Standard: In den meisten europäischen Ländern erfolgt die Ausbildung an Hochschulen. Deutschland bildet leider die Ausnahme. Inzwischen ist das Studienangebot in der Pflege und Therapie aber auch hierzulande gestiegen. Das liegt unter anderem am demografischen Wandel und dem wachsenden Versorgungsbedarf: Es gibt eine zunehmende Zahl älterer Patientinnen und Patienten, die chronisch krank sind. Entsprechend ändern sich auch die Anforderungen an das Pflegefachpersonal sowie an Therapeutinnen und Therapeuten dramatisch. Es ist zum Beispiel mehr Beratung und Koordination erforderlich, damit die Versorgung auch nach dem Krankenhausaufenthalt weitergeht. Dafür müssen Fachkräfte nicht nur die Patientinnen und Patienten, sondern auch deren Angehörige beraten und anleiten. Außerdem wächst das Wissen im Bereich Pflege und Therapie stetig weiter, sowohl auf nationaler, als auch auf internationaler Ebene. Diese neuen Erkenntnisse müssen sich Fachkräfte aneignen.

studienwahl.de: Und wie sieht es mit den technischen Möglichkeiten in Diagnose und Behandlung aus? Werden diese auch komplexer?

Foto von Franz Wagner.

Franz Wagner, Vizepräsident des Deutschen Pflegerates

Foto: Privat

Franz Wagner: Die technische Entwicklung nimmt auf jeden Fall rasant zu. Das betrifft zum Beispiel den Bereich Big Data: Die Krankendaten der Patientinnen und Patienten werden mittlerweile elektronisch über Krankenhausinformationssysteme gespeichert. Da es sich dabei um besonders sensible Daten handelt, muss das Personal geschult werden und mit entsprechender Sorgfalt damit umgehen. Die Technik bietet nicht nur immer mehr Möglichkeiten, um Diagnosen zu erstellen, wichtige Daten zu dokumentieren und Arbeitsprozesse zu beschleunigen, sondern auch, um Patientinnen und Patienten bei der Behandlung zu unterstützen – beispielsweise bei der Sprachsteuerung. Die Fachkräfte in der Pflege und Therapie lernen, solche Techniken zu nutzen. Oft müssen sie dieses Wissen auch dem Patienten vermitteln, damit dieser im Alltag besser zurechtkommt. Wir brauchen intelligente technische Systeme, aber haben schon jetzt nicht genügend Personal für die Pflege, geschweige denn Fachkräfte, die auch in diesen Systemen geschult sind.

studienwahl.de: Und was bedeutet diese Entwicklung nun für Arbeitnehmer/-innen, Studierende und Auszubildende im Gesundheitsbereich?

Franz Wagner: Durch die Akademisierung wird sich meiner Meinung nach das Image der gesamten Branche verbessern. Meiner Erfahrung nach blicken Fachkräfte, die an einer Hochschule studiert haben, anders auf die Praxis: Sie gehen analytischer an alles heran und setzen ihr Wissen ein, um verschiedene Möglichkeiten auszuloten. Traditionell herrscht in vielen Köpfen noch die Vorstellung, dass Fachkräfte in der Pflege und Therapie so fürsorglich sind, dass sie sich sogar ausbeuten lassen. Aber ich glaube, dass jüngere Generationen mehr auf eine ausgewogene Work-Life-Balance achten. Außerdem wird sich die Akademisierung positiv auf die Vergütung auswirken, da Arbeitsverträge in diesem Bereich meistens tariflich gebunden sind. Wer einen Hochschulabschluss vorweisen kann, wird auch tariflich höher eingestuft.

Modellstudiengang Logopädie

Mit Fachwissen und Praxisbezug

Verena Espenlaub (23) studiert Akademische Sprachtherapie/Logopädie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Nun kommt sie ins sechste von insgesamt sieben Semestern und gehört damit bald zu den ersten Bachelorabsolventinnen des Modellstudiengangs.

Ein junger Mann führt mit einer jungen Patientin eine Übung zur Kräftigung und Koordination der Zunge durch.

Foto: Julien Fertl

„Eigentlich war es gar nicht mein primäres Ziel, Logopädie zu studieren – ich hätte mir auch eine klassische Ausbildung vorstellen können“, schildert die Studentin. Da die Bewerbungsfristen für die Ausbildungsplätze in ihrer Umgebung aber schon abgelaufen waren, suchte sie nach Alternativen. Dabei stieß sie auf den neuen Bachelorstudiengang der Uni Würzburg. Eine glückliche Fügung, wie sich erwies: „Ich habe einen Studiengang gefunden, bei dem ich den Großteil der Studieninhalte super spannend finde.“

Einige Vorlesungen richten sich nicht nur an Studierende der Logopädie, sondern auch der Medizin, der Psychologie und der Sonderpädagogik. Während in einer normalen Logopädie-Ausbildung die therapeutische Versorgung im Vordergrund stehe, erhalten die Studierenden an der Universität einen breiteren Einblick in die jeweiligen Störungsbilder. „An der Uni profitieren wir vom Fachwissen der Professoren und haben trotzdem schon früh Praxisbezug.“

Ein- bis zweimal pro Woche stehen beispielsweise Therapien auf dem Stundenplan. Unter Beobachtung von Lehrlogopäd(inn)en führen die Studierenden Sitzungen durch, die sie anschließend protokollieren müssen. „Zu den Therapien kommen sowohl Kinder, die zum Beispiel lispeln oder Sprachentwicklungsstörungen haben, als auch Erwachsene, die stottern oder an neurologischen Störungen leiden.“

Therapieansätze kennenlernen

Foto von Verena Espenlaub.

Verena Espenlaub

Foto: Privat

Dass sie Sprachtherapie für ein interessantes Fachgebiet hält, merkte Verena Espenlaub während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) in einer heilpädagogischen Tagesstätte. „In der Zeit habe ich viel mit Kindern gearbeitet, die Sprachentwicklungsschwierigkeiten hatten. Aber im Laufe der Therapie kam es bei manchen zu einer plötzlichen Wortschatzexplosion – solche Erfolgserlebnisse waren natürlich toll.“

Die Themen „physiologischer Spracherwerb bei Kindern“ und „Sprachentwicklungsstörungen“ wurden auch gleich am Anfang des Studiums thematisiert. Außerdem standen Grundlagen aus der Medizin, Psychologie, Pädagogik sowie der Phonetik und Linguistik auf dem Lehrplan. Im weiteren Verlauf wurden diese Kenntnisse in Folgemodulen vertieft. „Zu den jeweiligen Störungsbildern haben wir Therapieansätze kennengelernt; außerdem haben wir uns mit Stimmbildung und Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde befasst“, berichtet Verena Espenlaub. „Im fünften Semester wurden auch neurologische Erkrankungen durchgenommen“, erinnert sich die Studentin.

Praxiserfahrungen sammeln

Praktische Erfahrungen sammelte Verena Espenlaub nicht nur in den wöchentlichen Therapien an der Berufsfachschule für Logopädie Würzburg, sondern auch während mehrerer Praktika. „Das externe Praktikum absolvierte ich in einer Stimmtherapie-Praxis in Berlin und in der heilpädagogischen Tagesstätte in München, wo ich auch schon mein FSJ verbrachte“, schildert die 23-Jährige. Während ihres internen Pflichtpraktikums arbeitete sie zwei Wochen lang in der Uniklinik Würzburg, wo sie sich mit Patient(inn)en beschäftigte, deren Sprache durch neurologische Schäden oder Erkrankungen beeinträchtigt war.

Momentan bereitet sich die Studentin auf ihre Staatsprüfung in Logopädie vor, die sie nach dem sechsten Fachsemester ablegen muss. Anschließend wird sie ihre Bachelorarbeit verfassen. „Nach dem Bachelorabschluss möchte ich erst einmal arbeiten, um weitere Praxiserfahrungen zu sammeln. Dann möchte ich aber nicht in einer Klinik, sondern lieber in einer Fördereinrichtung mit Kindern arbeiten“, meint Verena Espenlaub. „Und vielleicht entscheide ich mich dann auch noch für ein berufsbegleitendes Masterstudium.“

Master Gesundheits- und Pflegewissenschaften

Von der Ausbildung bis zur Promotion

Nach seiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger entschied sich Julian Hirt für ein aufbauendes Studium. Mittlerweile absolviert der 31-Jährige einen Master in Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Eine junge Frau ordnet den Wochenplan von einem Altenheim.

Foto: Katharina Kemme

„In meiner Ausbildung am Klinikum stellte ich fest, dass ich mir vorstellen kann zu unterrichten. Also belegte ich den Bachelorstudiengang Pflegepädagogik an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München und arbeitete parallel als Krankenpfleger weiter“, schildert der Student. „Während meines Bachelorstudiums merkte ich jedoch, dass mich das wissenschaftliche Arbeiten und die Forschung viel mehr interessieren.“ Also fasste er vor anderthalb Jahren den Entschluss, auch noch ein Masterstudium zu absolvieren. Gerade bereitet er sich auf sein viertes und letztes Semester vor.

Zum Bereich Pflege kam er über den Zivildienst: Damals lernte er die verschiedenen Berufsgruppen eines Krankenhauses kennen. „Mir gefiel, dass Krankenpfleger ständig mit Patienten interagieren, wesentlich zum Versorgungsprozess beitragen und eine hohe Verantwortung haben“, meint Julian Hirt. „Mit der Forschung hatte ich bereits in meiner Grundausbildung erste Berührungspunkte, als ich mich zum Beispiel mit Pflegetheorien und einem kleinen Befragungsprojekt auseinandergesetzt habe.“

Hohe Forschungsorientierung

Foto von Julian Hirt.

Julian Hirt

Foto: Privat

Im Masterstudiengang Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Uni Halle können Studierende zwischen einer pädagogischen und einer forschungsorientierten Ausrichtung wählen. Julian Hirt entschied sich für letztere. Inhaltlich beschäftigten er und seine Kommiliton(inn)en sich bislang hauptsächlich mit Forschungsmethodik. So lernte er, wie Forschungsprozesse von der Theorie über die Datenerhebung bis hin zur Veröffentlichung von Fachtexten durchgeführt werden. Auch Forschungsethik und Gesundheitsökonomie standen auf dem Lehrplan.

Ein Pflichtpraktikum ist ebenfalls Teil des Studiums. Julian Hirt absolvierte seines am Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Uni Halle und beschäftigte sich mit Möglichkeiten zur Reduktion von freiheitseinschränkenden Vorkehrungen wie etwa Fixierungen und Bettgittern.

Promotion in der Schweiz

„Kern des Studiums ist schließlich das Modul ‚Forschungsprojekt‘, in dem die Studierenden in kleineren Gruppen drei Semester lang ein vorgegebenes Thema bearbeiten“, erklärt der Student. „Meine Gruppe hat analysiert, wie hoch das Aufkommen von pflegewissenschaftlichen Publikationen in hochrangigen Zeitschriften ist.“ Zum Abschluss des Forschungsprojekts hat die Gruppe kürzlich ein Manuskript eingereicht, das später auch publiziert werden soll.

Nach seinem Abschluss möchte Julian Hirt promovieren. „Ich habe eine Zusage für eine Stelle an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Gallen in der Schweiz – dort kann ich mich an einem Forschungsprojekt zum Thema Demenz beteiligen.“ Die Absolvent(inn)en sind aber nicht nur für Tätigkeiten im Bereich der Gesundheitsforschung qualifiziert, sondern können beispielsweise auch im Management, in der Gesundheitsversorgung und an beruflichen Schulen des Gesundheitswesens arbeiten.

Weitere Informationen

studienwahl.de
Studienfeld Medizin, Gesundheitswesen
www.studienwahl.de

abi.de
Rubrik Studium, Studienreportagen
www.abi.de/studium/studiengaenge/grundstaendige/gus.htm?zg=schueler

abi.de
Rubrik Beruf & Karriere, Berufsreportagen
www.abi.de/beruf-karriere/berufsreportagen/gsp.htm?zg=schueler

BERUFE.TV
Pflege – Duales Studium
www.berufe.tv

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe
www.dbfk.de 

Bundesministerium für Gesundheit
www.bundesgesundheitsministerium.de

Im Beitrag vorgestellte Hochschulen:

Fachhochschule Münster
Bachelorstudiengang Pflege – duale Variante
www.fh-muenster.de

Hochschule für Gesundheit Bochum
www.hs-gesundheit.de

Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Akademische Sprachtherapie/Logopädie (B.Sc.)

www.uni-wuerzburg.de

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Gesundheits- und Pflegewissenschaften (M.Sc.)
www.studienangebot.uni-halle.de

Hinweis: Links in älteren Themen des Monats werden nicht aktualisiert.

Drucken Versenden
Nach obenNach oben
Signet Finder
Geprüft von den Ländern der Bundesrepublik Deutschland
Bedienungshinweis
17706
Studiengänge
443
Hochschulen
Erweiterte Suche Deutschlandkarte Bedienungshinweis
Suchergebnisfenster schließen
Treffervorschau
Studiengängez.B.:
Buchinhalte:
Aktuelle Beiträge: